Wenn ich in den letzten 2 Jahren der Corona-Krise eines gelernt habe: „meine Eltern hatten meistens Recht“. Ich habe viel in meinem Leben gehadert, mit mir und auch mit meinen Eltern. Natürlich war ich auch mal eine Teenager und mit vielem absolut nicht einverstanden, was mir meine Eltern so sagten.

2018 zogen meine Frau, ich und unsere Tochter von Weinheim in das 350 km entfernte Friedrichshafen am Bodensee. So schön es auch war umzuziehen, so schwer war es jedoch auch zu akzeptieren, durch die Distanz meine Eltern nur noch selten sehen zu können. Es hat sich zum Glück so entwickelt, dass wir einige Male im Jahr zu ihnen fahren und ein paar Tage bleiben. Wir helfen im Haushalt und Garten, denn, wie wir alle sind auch sie gealtert und nicht mehr so mobil, wie früher. Wir frühstücken gemeinsam und plaudern über Gott & die Welt – viel intensiver als früher.

Es erfüllt mich mit Glück, wenn ich die Beiden sehe, wie sie sich gegenseitig unterstützen. Jeder hat seine Aufgaben – und dennoch machen sie fast alles zusammen. Mit Stolz. Wie es sein sollte. Leider sind sie auch „müde“ geworden. Müde des Hasses, müde der ständigen Panikmache durch Politik & Medien. Ich finde, das haben sie nicht verdient.
Daher ist hier und jetzt ein guter Zeitpunkt (den gibt es oft), „Danke“ zu sagen und mich für das eine oder andere „Problem“ zu entschuldigen. Ich bin dankbar für all das, was ihr mir mitgegeben habt – auch wenn es nicht immer alles einfach war. Danke, dass Ihr immer für mich da seid! Ich bin stolz auf euch!

Bleibt so wie Ihr seid – und vor allem bleibt gesund. Gott möge euch beschützen! Bid bald.
Euer Björn